„ARA“ mit 10.000 Euro ausgezeichnet

Sieger des Startup Booster-Förderprogramms

15.10.19

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Wiesbaden, 30.09.2019. (ugw) Die Jury rund um das Startup Booster-Programm hat jetzt den diesjährigen Gewinner „ARA“ in den Räumlichkeiten der Landeshauptstadt Wiesbaden mit einer Siegerprämie in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet. Gefördert wird der Preis von der Nassauischen Sparkasse (Naspa), der Hochschule RheinMain und der Agenturgruppe UGW, Initiator der Gründeraktion im Rhein-Main-Gebiet (www.startup-booster.info). Dr. Oliver Franz, Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden, zeigte sich bei der Preisverleihung optimistisch: „Ich drücke den Preisträgern die Daumen, dass sie sich mit ihrer innovativen Geschäftsidee und der Unterstützung des Startup Boosters auf dem Markt etablieren können. In meinen Augen haben sie die besten Voraussetzungen dafür, das nächste erfolgreiche Wiesbadener Startup zu werden.“
 
Unternehmensziel von ARAAugmented Reality Acoustics ist es, akustische Messungen an technischen Maschinen mittels AR-Brille zu optimieren und somit in das Zeitalter der Industrie 4.0 zu bringen. Die Schallleistung für viele Elektrogeräte wie Staubsauger und Rasenmäher, aber auch Arbeitsmaschinen wie Busse oder Baustellenfahrzeuge, ist durch EU-Richtlinien/Verordnungen limitiert. Hersteller dieser Geräte müssen die Einhaltung der Schallleistungspegel-Vorgaben nachweisen, bevor ein neues Produkt auf dem Markt zugelassen wird. Dazu müssen vorab aufwändige und meist teure Schallleistungsmessungen durchgeführt werden. „Wir haben eine innovative AR-Methode entwickelt, die akustische Messungen stark vereinfacht“, so Alexander Pfaff, Mitbegründer von ARA.
 
Mithilfe einer AR-Brille wird um das Messobjekt herum ein virtueller Versuchsaufbau projiziert, welcher dem Messtechnikern schnell und effizient die Messpunkte, an denen Schalldruck erfasst werden muss, dargestellt. „Somit können Messmikrofone ohne vorherigen Versuchsaufbau an diesen Punkten schnell platziert werden, wodurch sich eine Zeitersparnis von bis zu 90% erzielen lässt“, erklärt Pfaff. Hinter dem jungen Gründerteam, das bereits Förderung durch das Hessen Ideen Stipendium erhielt, stehen neben Alexander Pfaff auch Elisabeth Kunz und Christopher Morschel.
 
Neben der Landeshauptstadt Wiesbaden erhalten die GründerInnen von der Naspa und UGW zudem weitere Unterstützung in Back-Office-Funktionen wie Buchhaltung, IT, Personal und Empfang, im Gegenwert von ebenfalls etwa 10.000 Euro.
 
„Gerade am Anfang fehlen Gründern vor allem zwei Dinge: Geld und Kontakte. Dabei kann die Naspa unterstützen: Wir haben das Know-how und das Netzwerk. Die Gründer können ihre Energie dadurch ganz in die Realisierung ihrer Idee stecken. Wir sind überzeugt, dass auch die diesjährigen Preisträger davon profitieren werden“, sagt Lilia Donhauser, Gründungsberaterin bei der Naspa. „Die Auswahl des Startup Booster-Siegers war eine Herausforderung. Letztendlich hat uns jedoch der lösungsorientierte Ansatz, die Innovativität und die Persönlichkeit der jungen Unternehmer überzeugt“, so Thomas Otte, Vorstand der UGW AG.
 
„Die Lösung von ARA zeigt sehr überzeugend, wie innovative digitale Technologien eingesetzt werden können, um Prozesse effizienter zu gestalten und Arbeitsabläufe zu vereinfachen. AR-Anwendungen sind heute häufig noch eher Spielereien – bei ARA zeigt sich, dass damit mehr geht. Auch freut es mich, dass wir ein engagiertes Gründerteam gefunden haben, das beweist, dass die Rhein-Main-Region nicht nur für Finanzen und Dienstleistungen steht, sondern auch im eher technisch-industriellen Bereich Innovationen hervorbringen kann“, so Stephan Böhm, Professor für Mobile Media und Telekommunikation an der Hochschule RheinMain.
 
Zur Zielgruppe von ARA gehören sowohl technische Prüfanstalten, Ingenieurbüros, Lehreinrichtungen wie Universitäten oder Fachhochschulen, Maschinenbau­unternehmen, Hersteller von Haushaltsgeräten (wie Waschmaschinen, Kaffeemaschinen, Mixer, Föhn, Rasierapparate etc.) bis hin zu Freizeit- und Gartengeräten (wie Rasenmäher, Kettensägen, Häcksler etc.). Je nach Anwendung können sowohl auch Maschinenbauingenieur*innen, Architekt*innen, Toningenieur*innen, Messtechniker*innen als auch Architekt*innen von der ARA-Messmethode gleichermaßen profitieren.

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